Dezember – Unabhängigkeit

Durch die kurze Internet-Connection am Flughafen Mombasa habe ich mit der Zeit selber getrickst: Ich wache auf und sehe 07:47 – zähle schnell die 2 Stunden dazu und weil ich keinesfalls das Frühstück verpassen wollte und bin ich wie eine Kerze aufgestanden, da ich dachte es sei schon 10.00 Uhr… bereit, geduscht und den ersten Haartrockner umgebracht (er hatte in der Migros auch nur CHF 1.—gekostet…) stehe ich bereit und merke, dass es doch erst 08.30 h ist – auch gut, dann ist nicht schon der halbe Tag vorbei!

Frühstück mit Peter und dem Hotelmanager, der schon sehr nervös ist, weil er am nächsten Tag Bankette mit 600 Personen erwartet und natürlich die Angestellten dafür nicht hat!  Da wäre ich allerdings auch nervös, denn das wenigste im Hotel klappt, selbst wenn nur die Hälfte der Zimmer belegt ist – aber irgendwie werden sie es schaukeln. Das erstaunt mich immer wieder hier in Kenia. Wenn ich längst sagen würde: ach lassen wir es doch, dann ziehen die es durch und es gelingt dann wirklich irgendwie!

Meine Kleider und aller andere Kram sind leider noch nicht angekommen (Irgendwie höre ich noch die Stimme meines Kindappers: um 10.00 Uhr spätestens hast du die…) und ich schwitze und tropfe vor mich hin. Es ist so heiss und ich habe nur meine schwarze Hose und mein T-Shirt mit Ärmeln dabei. Irgendwie mag mich dieses Klima nicht besoners: alles ist aufgeschwollen: Augen, Füsse und auch meine Operationswunde am Bein macht mir keine Freude. Mal sehen, wie ich die für meine Tänze mit den Mijikenda für die nächsten 2 Tage abdecken kann… Denn es wurde mir schon angekündigt: dieses Mal kriege ich ein rotes Röckchen, denn ich bin in der Hierarchie schon aufgestiegen…

Ach ja: morgen 12. Dezember ist der Unabhängigkeitstag von Kenia. 50 Jahre ohne Engländer…. na ja – ich weiss noch nicht richtig, was ich davon halten soll. Meine Ausbildung am Zentrum für Afrikastudien hilft mir zwar, Afrika besser zu verstehen – aber ich muss mir meine eigene Meinung bilden…

Peter’s Personal Assistant Baraka leiht mir seinen Computer (d.h. es ist der, den ich Peter geschenkt habe…) aus zusammen mit dem Safaricom Modem und ich bin glücklich. Wirklich – es ist so: ich brauche Kommunikation um glücklich sein und das bedeutet: ich brauche einen Internet Zugang! Jetzt seid nicht so schockiert! Nicht NUR einen Internet Zugang aber der ist ganz oben auf der Prioritätenliste. Und hätte ich keinen, ihr hättest das gar nicht lesen können!

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