Nakumatt No. II

Dieses Mal flogen wir nach Nairobi – es waren zwei kleine Edelweiss-Flieger am Flughafen, denn anscheinend gab es ein gröberes technisches Problem. Das war irgendwie süss, die beiden so nebeneinander am Flughafen stehen zu sehen. Ui, das bedeutet ja auch, dass die Blick-Crew nur mit Verspätung nach Hause fliegen konnte… Jemand erzählte mir, dass die Edelweiss gar nicht mehr nach Mombasa fliegen würde ab April 2014 – das wäre ja furchtbar schade – ich hoffe, das wird nicht für immer so sein! Edelweiss weckt bei mir einfach immer noch Heimatgefühle. Das hat natürlich damit zu tun, dass Edelweiss damals zu Kuoni gehörte und ich bei der Taufe des ersten Flugzeugs dabei war und ich mich halt immer noch mit der Firma verbunden fühle.

In Nairobi gab es dann eine Nakumatt Runde 2. Nakumatt ist ein Supermarkt in Kenia, in dem auch die Reichen und Weissen wirklich alles erhalten, was man für eine ganze Wohnungseinrichtung und das entsprechende Essen braucht. Ok, ich weiss, das ist jetzt fürchterlich, wenn ich sage, dass es dort sogar Aromat gab, aber ich habe es gekauft für das bevorstehende Raclette-Essen. Aber auch sonst noch ganz viele Dinge und es war lustig: ein paar der Angestellten sagten schon: ach – sie sind es wieder! Es gab dann auch noch ein paar witzige Episoden mit Umtausch von Artikeln und die Geduld lässt sich an so einem Ort weiterhin erproben aber alles in allem ist es ja auch beruhigend zu wissen, dass man in einem fremden Land wirklich alles kriegt, was das Herz begehrt, selbst Cornichons… Aber heute sind wir nicht nur fürs Raclette-Essen unterwegs sondern weil ich gesagt habe, dass ich noch gar nie Chapati gegessen habe seit ich in Kenia bin. Chapati sind so flache Fladenbrote – fast ähnlich wir die mexianischen Tortillas. Die schmecken superlecker und zusammen mit Fleisch ist es ein Essen, das mir sehr passt. Im Stil von „Dein Wunsch sei mir Befehl“ hat Peter kurzerhand seine Schwester Mary organisiert. Mit ihr und 3 Männern haben wir dann alle Zutaten zusammengekauft. Ich bin alleine definitiv effizienter beim Einkaufen aber wir haben auch viel gelacht – und Peter und ich haben dann sogar die gleiche Butter und den gleichen Käse doppelt gekauft… Mary kochte dann somit das erste Essen in unserer Wohnung: Chapati mit Rindfleisch – ein Gaumenschmaus! Sie tat mir zwar ein bisschen Leid, wie sie dann in unserer improvisierten Küche vor sich hinprusten musste aber ich habe sie mit Weihnachtsguetzli und Schoggi aus der Schweiz belohnt.

Zum Thema Sprachen noch eine Anekdote: Die nächste Sprache, die ich lernen muss wird wohl Chinesisch sein…Weil unsere Wohnung von Chinesen gebaut wurde habe ich keine Ahnung, was ich machen muss, wenn der Heisswasser-Boiler piepst wie verrückt, denn alle Tasten sind chinesisch angeschrieben. So weiss ich nicht mal, was on/off heisst oder wie man das Ding wieder ruhig kriegt. Auch wenn jemand an der Türe läutet – so habe ich zwar eine Gegensprechanlage mit Video aber ich habe keine Ahnung, welchen Knopf ich drücken soll um zu schauen, wer draussen ist! Wenn das kein Sicherheitsrisiko ist! Der Chinese, der nebenan wohnt hat mir dann auch versucht zu erklären, was all die Knöpfe bedeuten aber dummerweise ist auch sein Englisch so schlecht, dass ich on/off auch so nicht verstanden habe… Recht schräg diese Chinesen-Invasion in Kenia. Bestimmt hat es viele Vorteile aber was unter dem Strich wirklich gutes dabei rauskommt – das muss ich erst noch eruieren…

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