WLAN

Die Welt ist wieder ein Stückchen mehr in Ordnung und der Tagesablauf wieder strukturierter… Wir haben so richtig fein gezmörgelet – zwar haben wir noch keinen Kühlschrank – aber einen feinen Kaffee, gutes Brot (ja tatsächlich – getoastetes Körnlibrot), grosse Eier von glücklichen Hühnern und alle drei Tageszeitungen (Standard, Nation und Star), die wir jeden Tag interessiert durchlesen. Ein richtig angenehmer Tagesbeginn. Der Fahrer Monday kommt wie immer pünktlich (tatsächlich, der ist so…) vorbei und ich treibe Peter ein bisschen an, damit er auch sicher zum Flughafen kommt.

Es hatte nämlich fast keine leeren Plätze mehr von Nairobi nach Mombasa aber Peter hat bei der Airline einen richtigen “Engel”. Die Frau macht schlichtweg alles möglich, findet auch einen Weg, wenn Peter mal zu spät ist und hat jetzt tatsächlich noch einen Platz für einen normalen Preis gefunden! Ich verbringe meine Zeit bis der Fahrer wieder retour ist in der Shopping Mall und unterschreibe den Vertrag für TV/Internet bei Zuku, dem Internetanbieter von Nairobi und schaue mir sonst noch die Geschäfte an. Es ist vollkommen crazy – Shops und Preise wie bei uns! Irgendwie geht das einfach nicht auf… es hat extrem viele Ausländer und auch sehr reiche Kenianer. Wenn ich diese Welt mit Ganze vergleiche dann ist es noch viel extremer, als wenn ich die Schweiz mit Kenia vergleiche! Und was einfach immer noch das Allerschrägste ist, das sind die vielen Chinesen. In unserem Apartment Komplex gibt es ganz viele von ihnen. Sie sprechen kein Wort Swahili und nur ganz gebrochen Englisch. Sie haben unglaublich freche und laute Kinder, die anscheinend alle Freiheiten geniessen. Da steht z.B. so ein kleiner Bengel auf einem Autodach vor meiner Wohnung und hüpft auf dem Dach (nein, nicht von MEINEM Auto…) herum wie auf einem Trampolin. Es hat schon richtige Dellen im Dach… auch wenn es mich nichts angeht so finde ich es doch einfach zu frech und ich rufe ihm zu: “are you crazy?” und die Antwort haut mich um: “can I come to your home please?”. Hilfe!!! Das würde jetzt grad noch fehlen… Ich drehe mich mit dem Rücken zum Fenster – meine Abwehrstrategie… Zuku ist am Nachmittag vorbei gekommen und hat sofort das Internet installiert – einen TV haben wir noch keinen aber ich könnte 89 Kanäle empfangen… So wird es mir auch gar nicht langweilig und ich vergesse fast, dass ich ja noch das Apartment ausmessen wollte für die Vorhänge, die Polstergruppe, den Esstisch etc. etc…. Ich spiele im Facebook rum, schreibe meinen Blog und geniesse es extrem, meinen Update über Voice of Germany zu kriegen – meine Lieblingsshow dieses Herbstes… Die Welt wird echt zum Dorf und das gefällt mir sehr. Ich trinke ein Pils, esse Pasta und geniesse das Leben enorm!!! Prost zusammen – auf unsere vernetzte globale Welt!

Teilen

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert