Gute Aussichten

Selbst ein Auto waschen kann hier ein grösseres Abenteuer sein… Vor ein paar Tagen wollten wir zu dem Ort, an den wir immer gehen: oh sorry, wir müssen gerade die Rampe flicken – bis das gemacht ist können wir kein Auto waschen…. heute Morgen war es irgend ein Gummiteil, das gefehlt hatte und so dauerte diese Übung etwas länger als vorgesehen. Immerhin: Peter hatte Zeit eine Schuhputzbürste zu kaufen, was hier dringend notwendig ist. Diese rote Erde und der rote Staub kommen einfach zu allen Ritzen rein. Der Autowasch war heute besonders wichtig, denn es stand eine weitere Homecoming Party an – die von Gideon Muguaro, MP von Kilifi North.

Er ist sehr stark in Kontakt mit Flavio Briatore, der hier einige Millionprojekte aufgestellt hat. Daher war es auch ein Gerücht, dass an dieser Party sogar der Präsident Uhuru Kenyatta persönlich anwesend sein werde… die Möglichkeit lag noch nahe, weil er ja über Weihnacht/Neujahr jeweils im State House in Mombasa weilt. Es war dann aber nur ein Gerücht… Wir besammelten uns (ich spreche schon von wir, denn ich gehöre mittlerweile mit dazu und es kennen alle die Frau von Peter Shehe… Mama Kaya, Kadzo Bamba, Mama Muheshimiwa, First Lady und welche anderen Namen sie sich noch ausdenken für mich…) im Haus des Gouverneurs von Kilifi County, Amason Kingi.

Wow – das nenne ich eine Aussicht: von der offenen Terrasse mit Riesenpool geht die Aussicht über den Creek, zu den ominösen Inseln, von denen Peter schon viel erzählt hat bis nach Ganze. Wirklich atemberaubend und wunderschön: auch das Haus, mit vielen Verzierungen, die zwischen indisch und swahili gehalten sind – echt wahnsinnig schön. Im Konvoi von etwa 10 Staatskarossen ging die Fahrt dann im Affenzahn bis nach Watamu, ein Badeferienort vor Malindi, wo bereits der Lebenspartner meiner Mutter, Max, vor xxx Jahren seinen Urlaub verbracht hat als der African Safari Club hier noch Hotels hatte und mit seinem Zebra-Flieger und den Gartenstühlen drin nach Kenia flog und sich dumm und dämlich verdiente!

Den Ablauf danach kennt ihr mittlerweile schon: Vorführungen, Tänze, Kinder, dieses Mal auch eine witzige Truppe mit alten Männern, die ihr Hinterteil schwangen und natürlich alle Politiker zum Mittanzen einluden. Genau: und danach Reden, reden, reden…. Ich habe meine Kontakte upgedated im iPad, habe herausgefunden, dass ich mit Peter’s Telefon ins Facebook rein kann und war endlich wieder einmal online…

Nach all den Reden gab es eine Schlacht am Buffet und wir mussten ganz schön die Ellbogen ausfahren, damit wir um 18.00 Uhr dann endlich zMittag!!! kriegten. Es war erstaunlich fein für diese Riesenmenge und danach bretterten wir retour nach Kilifi – ich mit Baraka ins Hotel und mein lieber Peter an ein weiteres politisches Meeting, das bis in alle Nacht hinein dauerte. Hier an der Küste sprechen sie davon, dass sie am besten alle in derselben Partei wären, damit sie endlich in Nairobi Gehör kriegen und da Peter seine eigene Partei hat – FPK = Federal Party of Kenya, besteht die Möglichkeit, dass es diese Partei sein könnte. Ich bin mal gespannt was dabei herauskommt – ich kann mir kaum vorstellen, dass hier Einigkeit herrschen kann, ausser es kann jeder Präsident sein…

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