Friends will be friends

Ich musste noch richtig Gas geben, damit ich alle Büroarbeiten fertig erledigen konnte. Es stand noch ein Protokoll über die Abmachungen mit Peter und seinen Mitarbeitenden auf dem Programm, sowie das Schaffen eines Ablagesystems für das Büro in Ganze und auch das vollständige Verstehen von Google+ und den Kalender/Kontakt/Dokumentfunktionen… Dann wollte ich alle Daten sichern, die ich hier erstellt habe, damit ich auch in der Schweiz daran arbeiten kann.

Nach all diesen Arbeiten packte ich einen einzigen Koffer, der vor allem voll war mit den 40 Khangas fürs Konzert Ende Februar und ein paar wenigen Dingen – die meisten Kleider und Kosmetika lasse ich hier: denn ich bin ja schon bald wieder retour! Der nächste Trip ist für den Mai geplant – vielleicht sogar mit Mamush und Max und sicher mit Helene, stimmts?!

Mir hat das Blogschreiben Spass gemacht und gemäss den Rückmeldungen von euch hat auch das Lesen dasselbe bewirkt. Viele haben mir geschrieben, dass sie mich förmlich „sprechen“ hören und das ist für mich ein Kompliment, denn in dieser Art und Weise zu schreiben liegt mir besonders gut. Ein wenig Sarkasmus, viel Humor und ganz viele Erfahrungen, von denen auch andere etwas ableiten können! Das grösste Kompliment habe ich gestern von Olivia erhalten, die auch bald nach Ganze kommen wird: ihr gefällt meine Gelassenheit, mit der ich die Dinge angehe. Ich kann nur sagen¸dass Gelassenheit erlangen und Loslassen zwei ganz grosse Lebensziele von mir sind. Dass ich die beiden in Kenia und mit der andauernden Trennung von Freunden und meinem Partner fürs Leben hervorragend üben kann versteht sich von selbst. Ich bin überzeugt davon, dass uns das Leben immer wieder ganz tolle Übungsplätze anbietet. Wenn wir dies erkennen und bewusst er-leben, dann entwickeln wir uns weiter. Und dafür haben wir uns meiner Meinung nach entschieden auf diese Welt in ein neues Leben zu kommen. Um zu er-kennen und um zu er-leben !

Zum Thema Gelassenheit ist mir dann auch gerade noch dieser Spruch zu-gefallen:

Gelassenheit nimmt das Leben ernst, aber nicht schwer.

Ernst Reinhardt – Schweizer Publizist und Aphoristiker

Ein toller Nebeneffekt ist, dass ich nach meiner Rückkehr in die Schweiz nicht gefühlte 1000x mal dasselbe erzählen muss: ich kann einfach sagen: lies meinen Blog und dann weisst du alles, was ich erlebt habe. Das hat mich nämlich letztes Mal echt gestresst: es waren ja alle neugierig, wie die neue Situation für mich ist und was ich alles gemacht hatte in den 5 Wochen. Für dieses Interesse bin ich auch sehr dankbar und ich hoffe sehr, dass das Interesse beim nächsten Fundraising Früchte tragen wird. Aber mit der Zeit hatte ich so etwas von satt immer und immer wieder dasselbe zu erzählen. Ich kam mir fast vor wie in meinen Amerika-Zeiten: immer wollte alle von mir wissen: woher kommst du, was hast du in deinem Leben schon gemacht, wie ist die Schweiz… blablabla…. ich sagte oft zu den Leuten: jetzt erzähl du mir mal was Neues, das ich nicht schon weiss!!!

Ich hoffe, ich habe euch hier viel erzählt, das ihr nicht schon wusstet und auch einiges, das bei euch heimelige Gefühle auslöste. Die Welt ist ein Dorf – je mehr ich mein Netzwerk aktiviere und je digitaler die Möglichkeiten sind (sie nennen mich jetzt schon Mama Digital – ein neuer Name…) umsomehr wird mir klar: wir sind alle miteinander verbunden: virtuell und reell und daher sollten wir nicht nur der Welt sondern auch unseren Beziehungen Sorge tragen. Denn ganz bestimmt geht es mir persönlich besser, wenn es anderen Menschen in dieser Welt ebenso geht.

Mit diesen Worten mache ich mich auf den Weg, meinen Freund Khalid zu treffen, der in der Schweiz mein Swahili Lehrer ist und der momentan gerade auch in Nairobi weilt – ich freue mich auf den gegenseitigen Update und sagen euch: Kwaherini – bis bald aus der Schweiz!

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