Von kleinen und grossen Fischen

Beim Frühstück erwartete uns eine vollkommen unmotivierte Mitarbeiterin, die gar keinen Begriff von Gastfreundschaft hatte – aber zuviel darf man wahrscheinlich nicht erwarten an einem touristisch nicht besonders attraktiven Ort…

Joshiah holte uns ab und zeigte uns einen Teil der Fischindustrie am Lake Victoria. Die Männer fischen und die Frauen verkaufen die Fische. Teils die ganz kleinen, die in einem Bissen gegessen werden, teils riesengrosse, die ein paar Hundert Kilo schwer sein können. Eine der Tanten von Joshiah (er hat viele davon, denn sein Vater hatte sage und schreibe 45 Frauen!!!) bringt eine Art von flüssigem Porridge vorbei zur Stärkung. Da Olivia sehr mutig ist im Ausprobieren von neuen Nahrungsmitteln nehme ich auch einen Schluck und kann nur sagen: es schmeckt besser als es aussieht – auf jeden Fall sehr nahrhaft. Wir lachen Joshiah aus und meinen, es sei klar, dass er in die Schweiz gehen musste, damit er nicht eine Verwandte heiratet – aber er ist ohnehin mit einer Kenianerin verheiratet…

Wir machen noch zwei Zwischenstopps beim grossen Markt auf dem allerhand von Esswaren und Heilmitteln angeboten werden und dann auch noch in einer grossen Villa auf dem Hügel, die ganz und gar mit Solarbeleuchtug betrieben wird.

Wie die Leute ausgebildet werden sehen wir nachher im Ramogi Research Center, das auch das Sarah Obama Solar Training Centre genannt wird, da die Grossmutter von Obama eine der ersten Solarlampen bei sich in Betrieb genomen hatte. Joshiah bietet uns einen Besuch bei ihr an aber unsere Pläne sind dann ein bisschen anders und wir verschieben das auf einen weiteren Besuch. Auf jeden Fall kommen ich meinem Netzwerk-Ziel, Barack Obama kennenzulernen ein bisschen näher.

Es ist sehr interessant, was hier alles für Ausbildungen angeboten werden. Ein kleines Vorzeigecentrum, das wir den ganzen Tag auskundschaften und genau ansehen. Schliesslich besichtigen wir auch noch ein Schule in der Nähe, die mit Solarlampen ausgestattet wurde und wo seither die Schüler bis spät in die Nacht lernen weil sie Licht haben und somit auch ihre Noten verbessern können. Wir diskutieren über mögliche Ausbildungen für Leute aus Ganze, die hier einerseits die Solar-Installation und –berechnung lernen können aber auch das Erstellen von energie-effizienten Öfen. Wenn wir dafür die Finanzierung sicherstellen können, dann wird das eine hervorragende Sache! www.solafrica.ch

Für uns wird ein überaus leckeres Mittagessen gekocht mit vielen Spezialitäten, die mit viel Liebe und Freude zubereitet werden. Abends haben wir keinen grossen Hunger mehr aber wir haben Lust auf ein paar Drinks und lassen dann den Fahrer und den Bodyguard noch alleine um die Häuser ziehen, da das Thema Nähe/Distanz von „Vorgesetzten“ und „Mitarbeitern“ hier ein ganz Besonderes ist und nicht allzu stark strapaziert werden sollte…

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