Tag ohne Arbeit

Im Schnellzug sind wir von Nairobi nach Marere in Ganze gefahren mit ganz wenigen Zwischenstopps. Es war eng zu dritt hinten drin und mit Peter im Auto war auch spürbar, dass seine beiden Mitarbeiter recht zurückhaltender waren und wir keine Themen wie Beschneidung, Penislänge und Ähnliches anschnitten…

In Marere – das ist die Heimat von Peter – gab es in der dunklen Nacht eine Besichtigung des Gemeindezentrums, das im Bau ist. Ich war extrem angenehm überrascht und erfreut, wie weit das Gebäude gediehen ist. Der Schweizer Bauleiter hatte uns ja verlassen, weil er sich nicht genügend wertgeschätzt $$$ fühlte und keine Geduld für den langsamen Fortschritt hatte. Für mich eine grosse Lehre: ich hole nur noch Leute nach Ganze, die pflegeleicht, hitzebeständig, bescheiden und einer anderen Kultur gegenüber offen sind. Und vor allem nur noch solche, die es nicht aufs Geld abgesehen haben… Leider sehe ich viele andere Beispiele hier mit den Muzungus. Ich kann es nicht leiden, wenn sie die Locals von oben herab behandeln und sie als dumm hinstellen. Die sollen zuhause bleiben!

Ein feines Huhn mit Kokossauce und Ugali war unser Nachtessen und “meine” Zaina, die sich in. Marere um alles rührend kümmert sprang mir an den Hals und freute sich enorm über den Osterhasen, den sie aus der Schweiz erhalten hatte. Im einfachen CDA Hotel machte Olivia richtige Freudensprünge, weil sie sich so richtig zuhause fühlt und wieder angekommen war… Ich glaube, für Marere werde ich dieses Gefühl auch mal entwickeln können aber für Kilifi wohl kaum…

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