Bilderbuchsafari

Gleich nach dem feinen Frühstück (mit eben diesen grässlichen weissen Bohnen in Ketchup Sauce) fahren wir Richtung Taita Hills los. Es ist noch weit über eine Stunde bis zur Sarova Salt Lick Game Lodge im Taita Hills Sanctuary. Alleine schon die Einfahrt lässt ein schönes Hotel vermuten: blühende Jacarandas, Geraniensträucher und riesige Bouganvillea-Sträucher. Wir werden mit heissen, feuchten Handtüchern und einem Welcome Drink verwöhnt und registrieren uns für 2 Nächte. Alles ist sehr geschmackvoll eingerichtet und absurderweise gibt es eine Ausstellung über Kenya im 1. Weltkrieg. Schon unglaublich, wie diese Länder gegeneinander kämpfen mussten, nur weil sie wie Tanzania unter deutscher Macht und Kenya unter britischer standen und diese Länder in Europa am Kriegen waren…

Im Hotel wird ein Musikvideo mit verschiedenen Chören gedreht und wir erfreuen uns an den farbenfrohen Kostümen und an den lustigen Tanzbewegungen. Die Aussicht über den Park ist bereits atemberaubend! Bis zum Mittagessen dauert es noch 2 Stunden und so machen wir uns auf den ersten Game Drive. Wir sehen riesige Herden von Wasserbüffeln, Elefanten, Zebras und kriegen sogar noch den Kenya Express – das witzige Warzenschwein – zu sehen. Dieses Tier erinnert mich immer an Lion King. Den Youtube Video von Hakuna Matata muss sich Eva als Pflichtübung noch ansehen. Hakuna Matata = kein Problem, das ist das (Über)Lebensmotto der Kenianer und trifft heute definitiv auch auf uns zu !

Mit Eva zu reisen macht mordsmässig Spass: vollkommen easy going, ein bisschen crazy, interessiert und interessant und einfach eine ganz wertvolle Freundin. Unser Rede- und Zuhöranteil ist ausgeglichen und die gegenseitigen Ratschläge nützlich und liebevoll. Sogar längeres Schweigen hat seinen Platz und macht Spass!

Wir müssen nichts und können alles!

Keine von uns hat erwartet was bei der Ankunft in der Salt Lick Game Lodge passiert: bei der Lobby sehen wir die Elefanten an der Wassertränke und es ist ein überwältigender Anblick! Aug in Aug mit einem Elefanten ist fast so, wie in das Auge eines Wals zu blicken. Du fühlst dich plötzlich ziemlich klein und unscheinbar. Wir werden ins Zimmer gebracht und sehen permanent auf die Wassertränke, wo Büffel, Zebras und Elefantenherden trinken. Das Zimmer ist so schön und liebevoll hergerichtet: wir haben beide einen Ausbruch voller Dankbarkeit und nur noch Tränen in den Augen. Was für Emotionen, was für eine unbeschreibliche Freude! Wir verbringen einen friedlichen Nachmittag, erkunden das Hotel, schleichen uns durch den unterirdischen Gang ganz Nahe an die Tiere heran und kommen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Auf der letzten Pirschfahrt des Tages kriegen wir sogar noch eine Löwenfamilie zu sehen. Zwar liegend und faul aber alleine die riesengrosse Pranke des Vaters erweckt Ehrfurcht.

Wir müssen mehrfach sagen, dass dieser Ort einfach magisch und einzigartig ist und – wen wundert’s – ich finde es umso cooler, weil es auch noch WLAN hat! Das erlaubt uns auch den Kontakt mit den Lieben zuhause und mit dem Rest der Welt. Der Hoteldirektor, der für ein Training nach Nairobi musste, vergewissert sich noch, dass es uns gut geht und wir können echt sagen, dass keine Wünsche mehr offen sind. Ich bedanke mich bei meinem wunderbaren Mann Peter, der happy ist, dass es uns gut geht. Auch der Fahrer und der Bodyguard können ihr Glück kaum fassen. Wir fühlen uns privilegiert und geniessen einen Abend mit leckerem Essen und Ausblick auf die wilden Tiere, deren Geräusche uns die ganze Nacht hindurch begleiten! Paradiesisch!!!

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