eine Monsterarbeit

Heute morgen in aller Herrgottsfrühe ist Olivia via Istanbul mit der Turkish Airline in Mombasa gelandet. Joshua hat sie abgeholt und in die Giriama Bar gebracht. Die gehört einer Kenianerin, die mit einem Schweizer verheiratet ist und ihr Geschäft aufgebaut hat und für viele Kinder sorgt. Somit tut Olivia grad auch noch etwas Gutes mit dem Bezahlen der Übernachtung. So kommt auch Peter wieder einmal bei ihr vorbei, dem sie natürlich vowirft, dass er sie vergessen hat und beim Vorbeifahren nie anhält. Aber es ist schon so: alle wollen Stückchen von Peter und es ist einfach nicht möglich, dass er sich aufteilt.

Tanja und Monika wollen sich im ersten Monat an das kenianischen Leben gewöhnen und voll eintauchen und somit fahren wir sie erst einmal nach Marere um ihnen zu zeigen, wie dort die Übernachtungsmöglichkeit ist. Zuerst etwas kritisch, dann aber noch ganz freudig begutachten sie alles. Zaina, die gute Seele von Marere, kann es kaum glauben, dass zwei Muzungus hier übernachten möchten aber sie ist bereit, ihr Zimmer freizugeben, damit die beiden ein kleines Häuschen für sich haben. Wir werden ein zusätzliches Bett, Licht und ein Schloss an der Türe sponsoren und noch dies und das einkaufen gehen und dann sollte dem authentischen kenianischen Leben nichts mehr im Wege stehen. Mal sehen: am nächsten Tag besuchen wir noch Peter’s Haus in Kilifi, das auch noch eine Option sein könnte.

Da Olivia nach ein paar Stunden schon wieder fit und munter ist gehen wir mit ihrer Dokumentation über die 135 Schulen auf Promotionstour. Wir haben Rendez-Vous bei der Bank und bei hohen Offiziellen, die für die Schulen zuständig sind und was in diesen Meetings passiert ist unbeschreiblich schön. Sie honorieren die Riesenarbeit, die Olivia geleistet hat um während drei Monaten unermüdlich diese Schulen abzuklappern und alle Details zu dokumentieren enorm. Ein bisschen beschämt sind sie auch, denn es braucht eine Weisse, die das an die Hand nimmt und ohne Kosten diese Arbeit verrichtet, eine Arbeit, die ja im Prinzip schon hätte gemacht sein müssen von der Regierung. Die Dokumentation umfasst 7 Bände und so kommen wir fast mit einem Lastwagen angereist und zeigen das Werk. Die meisten meinen, es seien 7 Kopieen und kippen fast aus den Latschen wenn sie sehen, dass alle Schulen darin auf mehreren Seiten dokumentiert sind. Ich verspreche, dass ich meine Computer-Skills einsetzen werde um eine komprimierte Form zu machen und ich habe eine unbeschreibliche Freude daran, wie Olivia’s Arbeit hier geschätzt wird. Wenn es eine Ganzenianerin des Jahres gäbe: ich bin überzeugt Olivia würde diese Auszeichnung 2014 erhalten!

Eva hat schon seit ein paar Tagen mit Schnupfen und Husten zu kämpfen und so versorgen wir sie mit Medis und lassen sie zuhause.

Am Abend haben wir eine Besprechung mit allen Schweizerinnen um aufzugleisen, welche Arbeit sie in den nächsten Monaten für Pro Ganze Kenya leisten werden. Andrea hat sich schon ein Piki-Piki mit Fahrer gekauft und ist total gut vernetzt mit allen NGOs (Non Governmental Organization = Nicht Regierungs-Organisationen) und es ist eine Freude, wie sich sich ins Zeug legt. Voller Energie und mit richtig viel Schub. Ich habe ihr wie gewünscht Packpapier mitgebracht, das sie quasi als Flipchartpapier verwenden kann und bin froh, dass sie nicht „Backpapier“ gemeint hat, denn das haben im Coop 2 Leute verstanden, bei denen ich nach Packpapier gefragt habe. Als ich dann gesehen habe, dass sie auch „Baking und Pastry“ in ihrem geplanten Jugendcamp anbieten will bin ich tatsächlich unsicher geworden…

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