Grundstein für Pro Ganze Kenya in Kenya ist gelegt

Ich treffe mich am Morgen mit Ladypenny Shehe, d.h. ich musste sie ja fragen, wie sie wirklich heisst. Ich habe gehört, sie ist Anwältin aber die Fotos, die sie in FB postet passen nicht zu meinem Bild einer Anwältin. Aber zuerst sprechen wir etwas allgemein. Sie mueslet ziemlich fest – ähnlich wie Baraka, der kaum seinen Mund öffnet um zu sprechen. Es ist einfach lästig so und irgendwie ist sie eine echte Plaudertasche. Sie erzählt mir davon, dass kenianische Männer sich an eine gut ausgebildete Frau machen, damit sie nicht mehr arbeiten müssen und von den vielen, die sie schon betrogen haben. Auch vom Anwaltsbüro, dass sie für 6 Monate Arbeit nicht bezahlt hat und einfach so die Stories, die das Leben schreibt. Sie hat auch noch einen gewissen James Mulei erwischt, der sehr schlecht über Peter im Facebook geschrieben hat, weil er halt auch kandidiert hatte und es nicht schaffte. Heute nennt er sich Social Media Activist. Wenn das Activist sein aber nur bedeuttet Unwahrheiten zu verbreiten, dann ist das schon ziemlich nervig. Auf jeden Fall ist sie schnurrstracks mit dem Ausdruck zum CDF und vielleicht wird der Typ jetzt verfolgt. Es wäre eine gute Lektion.

Ich muss sie irgendwann stehen lassen, weil ich meine Formulare noch ausdrucken muss bis zur Mitgliederversammlung. Diese machen wir dann um 14.00, d.h. es wird natürlich 14.30 bis wir beginnen.. Alle müssen die Statuten genau durchlesen und dann fängt die Unterschreiberei an. Stephen Yugoh muss auf jeder Seite unterschreiben, weil er der Chairman ist aber er macht das in einer Seelenruhe. Um 16.00 Uhr ist es so weit: Die Formulare für Pro Ganze Kenya, Kenya sind ausgefüllt, jetzt kann Ishmael in Nairobi mit der Registrierung beginnen (inkl. CHF 200.—für die Vereinsgründung) Mir fällt ein Stein vom Herzen und auch wenn ich jetzt richtig viel gearbeitet habe für diese Sache, so lohnt es sich, denn jetzt habe ich sicher die richtigen Leute zusammen und werde es jetzt einfach haben, Projekte aiufzugleisen und vor allem auch die Arbeitsbewilligung für Andrea zu beantragen, denn ihr Touristenvisum ist wie für alle anderen nur 3 Monate gültig und das heisst bis Ende November. So wie  ich es sehe, werden wir auch für Vijan den Antrag so stellen können.

Endlich kann ich auch noch ein Stündchen im Pool geniessen und sogar ein paar wenige Seiten in meinem Buch lesen. Fast wie Ferien…

Da Eva schon wieder einen Tag auf mich verzichten muss geht sie kurzerhand mit Malingi auf den echten Markt in Kilifi. Er wollte sie zuerst zum Supermarkt Tusky’s bringen aber nein, sie meinte: ich will den richtigen Markt sehen. Sie bringt super Fotos retour und wurde von Malingi auch noch in eine Bar eingeladen – dieses Schlitzohr! Für ihn mache ich dann nach der Sitzung und dem Schwimmen auch noch einen neuen Lebenslauf, d.h. ich pimpe seinen alten ein bisschen. Das habe ich ja gelernt und vielleicht nützt es ihm mal etwas.

Am Abend ist Girlstreff im Kilifi Club angesagt. Wir lachen so viel und sind auch ganz bestürzt über die Geschichte, die Tanja und Monika über das Impfen zu erzählen haben. Anscheinend werden die Kinder in der Schule nicht informiert und man haut ihnen die Spritze gegen Tetanus einfach in den Arm. Wer Angst hat wird von mehreren Lehhrern gehalten und wenn nötig songar auf dem Boden festgemacht, bis die Spritze auf brutale Weise gemacht werden kann. Es werden nur die Mädchen geimpft und die Jungs hängen an den Stäben und schauen zu  und lachen die Mädchen  aus. Die Lehrer tun es ihnen gleich. Wenn notwendig werden auch Ohrfeigen verteilt oder der Stock kommt zum Einsatz um die Kinder zu disziplinieren. Das muss ja ein Trauma geben bei diesen Kindern.Von Kontrolle, wer jetzt genau geimpft wurde keinen blassen Schimmer. Und ob es jetzt die 1. Oder 2. Oder 3. Spritze war, das wissen sie auch nicht. Sie verteilen Impfbüchlein, ohne zu erklären was das ist – zudem hat es viel zuwenige davon… Ich finde, das muss in Ganze anders werden, es hört sich wie eine Horrorgeschichte an. Es gibt aber auch viel Lustiges zu erzählen und die zwei Frauen schlagen sich ganz prima durch. Sie sind sehr selbstständig und lassen sich überhaupt nicht unterkriegen. Solche Frauen braucht die Welt, es ist eine echte Freude, wie sich alle einsetzen. Das wird für Ganze viel Veränderung bringen.

Wir schlemmen richtig und am Schluss bezahlen wir wieder so wenig, dass wir es kaum glauben können… Das war ein ganz toller Weiberabend!

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