Aus die Maus

 07:30 Sternförmig kommen wir zusammen: Daniel (Peter’s Sohn) chauffierte Doris (Tochter von  Peter) zum Flughafen, denn sie hatte am Abend vorher schon eingecheckt, Peter Füllemann (Götti von Olivia Bosshart) bringt zwei einwandfrei aufgesetzte Laptops für Schulungszwecke, Esther und Peter Wieser (die Gonfi-Macher aus Homburg, die eine Route für einen Schulbus in Ganze rekognoszieren werden und schon durch die Zollkontrolle gingen) und ich, die ich mich selber nach Zürich an den Flughafen chauffiert habe mit Mamush (meine Mama) und Max (ihr Lebenspartner) im Schlepptau. Natürlich muss ich noch wieder ein Kilo (Schokolade) aus dem Gepäck entfernen und Doris kauft im Ochsner Sport einen Rucksack für die Laptops – so sind wir dann alle ready for Take-Off.

An Bord bereits ein alter Bekannter: der Botschafter der Schweiz Jacques Pitteloud mit Familie – der – oh Erstaunen in Ecoomy Klasse fliegt. Er findet, dass es ja die Steuergelder sind und er das daher vollkommen ok findet – eine schöne Bescheidenheit! Bald wird er Nairobi verlassen müssen, denn er hat bereits um das Maximum verlängert. Er kriegt einen Job in Bern den er bereits mehrmals verweigert hatte – nicht gerade zu seiner Freunde (er hat Nairobi geliebt) und noch weniger zur Freude seiner Frau, die aus Ruanda stammt. Der Job ist sicherlich hoch angesehen aber eben: Bern und Nairobi zu vergleichen, das führt nirgendwo hin…

Wir essen fein– ich wähle natürlich nicht den Truthahn, da keiner an meinen sensationellen Sweet and Sour Truthahn rankommt, den wir an Weihnachten geschlemmt haben. Dann gucke zwei coole Filme und dank meines Noise Cancelling Kopfhörers nerve ich mich nicht allzu stark über die drei Kenianer hinter mir  (2 Frauen sitzend, 1 Mann permanent stehend und lauthals plaudernd…). Als ich auf die Toilette muss meint er „oh I hope we are not disturbing you“. Meine Antwort ist: „well I am used to it – I live in Kenya half of the year“. “Oh thank you for understanding” – und meine kurze Antwort:” I did not say that I understand…” Kurz vor der Ankunft findet die mittlerweile ziemlich besoffene und peinliche Frau noch raus wer ich bin und sie schreit durch das ganze Flugzeug: danke, danke, dass du diesem Mann geholfen hast MP zu werden… Manchmal fände ich es auch ganz gut, unerkannt zu sein…

Am Flughafen beginnt die erste Geduldsprobe und wir werden dann von einem Rütteltaxi abgeholt und wir hätten alle eine Wette abgeschlossen, dass unsere 12 Koffer und Taschen nicht reinpassen – aber wir hätten die Wette alle verloren…. In Bodennähe fahren wir nachhause und quartieren uns für die Nacht ein. In der Küche riecht es ziemlich streng aber das ist hier leider so üblich Gegen den kleinen Hunger helfen die Weihnachtsguetzli – ein Überbleibsel von meiner Guetzlitauschbörse.

Bis um Mitternacht erzählen wir uns gegenseitig unsere Kennenlern-Lebensgeschichten und deren gibt es eine Menge – alleine meine „Haupt-Männer-Geschichten“ könnten Bände füllen…

Vor dem Schlafengehen finde ich dann auch noch den echten Grund für den betörenden Duft: hinter dem Kühlschrank liegt eine tote Maus auf dem Ungeziferklebeband… Das wird dann morgen meine Mission…

Leider noch ohne Peter aber happy schlafe ich in unserem Himmelbett ein…

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