May patience be with you (and me)

Ich räume mal alle Koffer aus – mache Häufchen mit : Peter’s neue Kleider, Peter’s Kleider zum Bügeln, Peter’s Kleider für Kilifi. Geschenke, elektronische Gegenstände, die alle geladen werden müssen. Ich höre die Kaffeemaschine laufen – ein freudiges Erwachen auch wenn immer die Schrift „de-scale“ erscheint… heisst das wirklich entkalken? Das Wort ist nicht in meinem Wortschatz aber ich bin ja auch nicht die perfekte Hausfrau.

Wir machen einen gemütlichen Morgen, entsorgen den Abfall (inkl. Maus…) – ich telefoniere allen Glücklichen, die ein Geschenk erhalten von Gladys und organisiere den Transfer zum Flughafen, d.h. für mich ist es logisch, dass der Chauffeur von gestern Abend dem Kollegen, dem er den Auftrag gibt uns abzuholen sagt: Achtung, das sind 4 erwachsene Personen mit megaviel Gepäck. Aber nein: es erscheint ein normaler PW mit einem sehr freundlichen aber leicht überforderten Driver… Die Freunde von Gladys bieten an, die andere Hälfte zum Flughafen zu bringen. Dort checken wir schon mal ein und gehen in das Feinschmeckerlokal Kenchic (nach dem Besuch riechen wir auch wie fritierte Hühner…) und Doris regt sich zum ersten Mal über ihre Landsleute auf, die einfach den Muzungus mehr verrechnen als den Einheimischen. Stell dir das mal im McDonald in der Schweiz vor. Schweizer bezahlen weniger als die Ausländer… das gäbe richtig Stunk bei uns. Ich lasse noch Geld am (3.) ATM Automaten raus und fühle mich wieder ready for action.

Beim Rauchen um die Ecke lernen wir eine coole Süddteusche kennen, die gerade in Uganda war, wo sie vor 15 Jahren Sozialhilfe machte. Das ist ein sehr spannender Aspekt von Kenya – ich treffe hier Menschen, die ganz besondere Lebensgeschichten haben und definitiv nicht 08/15 sind.

Au Mist – beim einchecken merke ich, dass Peter die nicht besonders clevere Wahl eines Schlüsselanhängers getroffen hat. Der Hausschlüssel ist an ein Schweizer Sackmesser gehängt und der clevere Mann bei der Kontrolle merkt es. Irgendwie tue ich ihm aber leid und so erlaubt er Doris, dass sie mit 2 Begleitern zu den bereit stehenden Koffern läuft und das Messer noch in das Gepäck reinpackt. So etwas habe ich definitiv noch nie erlebt. Ganz cool finden wir auch die Ladestationen für unsere Smartphones mit allen möglichen Steckern dran.

Nach 20 Minuten Verspätung freue ich mich darauf, dass wir vom Bodyguard und vom Driver abgeholt werden. Bei unserer Landung schreiben Wiesers, dass sie bereits eingekauft haben und auf Höhe Bamburi seien – das ist ja genial, wenn man es durch den Verkehr von Mombasa schafft ohne Karte und ohne je dort gewesen zu sein. Das sind wirklich World Travellers. Mein ursprünglicher Plan war, dass sie das Auto mieten und uns dann mitnehmen, da unser Flug 1 Stunde später war. Aber der Honorable Peter Shehe meinte: sicher lasse ich nicht zu, dass meine Frau und meine Tochter nicht persönlich abgeholt werden. Dumm ist jetzt nur, dass der Fahrer das Auto erst so spät erhalten hat und jetzt mitten in einem fetten Traffic Jam steckt… Lulu und ich warten 2 geschlagene Stunden bis sie kommen. Danach muss natürlich das Auto aufgetankt werden – eine Ausgabe, die wir hätten vermeiden können. Peter ist bereits am grossen Kulturfest, das er als Häuptling ja präsidieren muss Das wir dei ganze Nacht dauern und wir stossen dann am nächsten Tag für die Tänze dazu….

Das Hotel ist reserviert und so quartieren wir uns in den hübschen Zimmern der Babobab Sea Lodge ein. Der Hunger ist mir irgendwie vergangen. Es ist doof so nahe bei Peter zu sein aber ihn doch nicht zu sehen. Für den nächsten Tag sind wir für 09.00 Uhr bestellt an dieses Kulturfest zu kommen. Geduldsübung Nr. X ist abgeschlossen.

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