Light up Ganze – echte Kooperation

Nach 3 Stunden Tiefschlaf wieder unterwegs für das Solarprojekt.. In Ganze sind alle 16 ausgewählten Jugendlichen vollzählig anwesend und Peter und ich sowie einige anderer Offizieller machen das Kick-Off für unser Projekt. Wir werden sie in 2 Gruppen ins Sara Obama Solar Learning Center nach Abura in Homa Bay (in der Nähe des Lake Victoria) bringen und sie zu Solartechnikern ausbilden lassen. Eine Umfrage ergibt, dass lediglich 2 der 16 bereits weiter als Mombasa und Malindi gereist sind. Ich sehe schon voraus, dass mindestens 4 nicht umsetzen werden können, was wir planen denn sie wissen kaum wovon wir sprechen mit dieser Ausbildung – aber es ist ein Anfang und eine Hoffnung, den jungen Menschen eine Basis für ihre Zukunft zu geben. Nach der Ausbildung werden wir sie unterstützen mit kostengünstigen Solarpanelen, die sie dann auf Kommissionsbasis installieren und warten werden. Ich bin so gespannt, wie erfolgreich das Projekt sein wird aber ich sehe viel Hoffnung und viel Arbeit vor uns. Wenn jemand diese Zeilen liest und eine Idee für weiteres Sponsoring hat dann bin ich sehr dankbar!

Dann fahren wir zur Schule Mbonga, für die Olivia in der Schweiz mit dem Sponsorenlauf und anderen Spenden über 20‘000 Schweizer Franken aufgetrieben hat. Es ist total faszinierend, wie aktiv die Eltern hier bereits waren. Sie haben schon 1.5 m tiefe Gräben ausgehoben mit Freiwilligenarbeit. Sie empfangen uns wie die grossen Retter. Zum ersten Mal gelingt es mir, das lokale Begrüssungsritual einwandfrei durchzuziehen. Es gibt hier viele Arten sich zu begrüssen und es ist eine lange Abfolge von Wörtern, die vorgegeben sind. Natürlich möchten sie auch noch etwas vorsingen und wer kann das abschlagen? Diese Sitzung dauert – ihr habt es bestimmt schon erraten – mehrere Stunden aber es lohnt sich. Hier wird wirklich fantastische Entwicklungsarbeit geleistet und es ist eine echte Kooperation zwischen Pro Ganze, dem CDF (Community Development Fund) und den Kindern und Eltern vor Ort. Davon möchte ich noch viel viel mehr umsetzen!

In Marere machen wir einen kurzen Halt, damit ich die Farbpalette abstimmen kann mit der Farbe der Dachziegel. Da bin ich jetzt wirklich im Element – ich LIEBE es ein Haus neu einzurichten und ein Konzept dafür zu entwerfen. Ich glaube, das wird eine ganz tolle Sache mit diesem Community Center und das wird mein neues Zuhause in Ganze sein wie auch ein Ort für Schulungen, Unterkunft für Volontäre und einfach das Schaltzentrum der Aktivitäten. Esther Wieser hat sich schon anerboten, die Flaggen zu nähen. 1x Kenya, 1x Schweiz und 1x Pro Ganze!

Abends können Peter und ich sogar fast alleine zNacht  essen – mal abgesehen von etwa 10 Unterbrüchen von Leuten, die unbedingt mit ihm reden möchten…

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