Auch moralische Unterstützung ist Gold wert!

Der Mittwoch hat es noch in sich. Ich habe in der Nacht bis 2 Uhr die Dokumentation für Light up Ganze zusammengestellt und bin dann am Übersetzen ins Deutsche. Olivia und Onkel Peter machen nochmals eine Geissenlieferung und beschliessen, dass wir jetzt selber mit Ziegenzucht beginnen, denn bei den anderen Familien können wir ja nicht zu 100% sicherstellen, dass die Tierchen nicht auf dem Grill landen und Nyama Choma daraus wird!

Mit Onkel Peter sortiere ich nochmals sämtliche Computer, da ja alle Ladegeräte, der Computer und die Tasche dasselbe Nümmerchen tragen. Meine IT Freunde können das bestimmt nachvollziehen und meine Kreativfreunde wahrscheinlich nicht. Ich fühle mich so zwischendrin und tropfe unter dem Blechdach vor mich hin… Wir haben aus der Schweiz noch ganz alte Computer erhalten und es stellt sich heraus, dass wir Kenya nicht als Elektonikfriedhof verwenden dürfen und nur Laptops brauchen können, die mindestens Windows 7 tauglich sein müssen und vor allem eine gute Antivirus Software draufhaben müssen. Dies schreibe ich auch, weil mich viele fragen, ob sie ihren alten Laptop spenden können.

Olivia macht in der Zwischenzeit das Budget für Mbonga und wie schon erwähnt: es braucht noch viele viele enthusiastische Spender – genau wie für die Solartechniker auch. Wir stärken uns zwischendurch mit frischem Kokossaft, reifen Bananen und geschmolzener Schokolade. Bald sind wir auf dem Weg nach Mombasa und erreichen den Flughafen nach einem Kampf durch den horrenden und stinkigen Verkehr.

Wir ziehen unsere Bilanz: wir haben gechrampft und gestöhnt, wir waren dreckig und durchgeschüttelt und haben uns genervt und waren immer auf der Suche nach mehr Geld. Wir hatten für alles zu wenig Zeit und haben weder das Wasser des Pools noch des Meers auf unserer Haut gespürt (ausser Onkel Peter je 1x) aber unsere Bilanz ist trotzdem positiv: die bespiellose Gastfreundschaft, die glücklichen Kinderaugen, die Gesänge und Gedichte der Jugendlichen und die grosse Dankbarkeit für das vermittelte Wissen an die IT Studenten und die Solartechniker: sie alle lassen uns einfach sagen: wir kommen zurück und arbeiten daran, mit der Unterstützung unserer Freunde die Entwicklung voranzutreiben.

Überall ist unser Erfolg sichtbar und was bereits geleistet wurde hat das Leben der Menschen bereits verändert und dem Leben der Menschen hier Hoffnung und Wissen gegeben. Alle flehen uns an: kommt zurück, wir schätzen und brauchen eure Hilfe und dieses Versprechen werden wir halten! In diesem Sinn danke ich einmal mehr allen meinen Freunden und Bekannten: eure Unter-stützung bringt das Beste in uns hervor! Danke für eure aufmunternden Worte, sie sind Gold wert und eine echte Stütze für uns!

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