Januar 20, 2017: Mein Elektronik-Kampf – where is the perfect cloud?

In Kenia habe ich
immer meinen Kampf mit den elektronischen Gadgets. Ich würde es
super finden, wenn es eine Lösung gäbe, die mich wirklich zufrieden
machen könnte,

Dieses Mal hat es ja
schon damit begonnen, dass ich in der Schweiz fast keine Zeit hatte
zu packen. Das ist zwar immer ein besonderes Unterfangen aber mit
meiner Züglete wusste ich wirklich nicht mehr wo was war. Ich fand
nicht einmal mehr die Checkliste mit den Dingen, die ich UNBEDINGT
mitnehmen muss! Ich sorgte einfach dafür, dass ich Stecker für das
Schweizer Telefon, das kenianische Telefon und den iPad hatte – das
musste reichen. Ich hatte zwar meine coolen Noise-Cancelling
Sennheiser Kopfhörer noch bereit gelegt aber eben: dort liegen sie
noch… wahrscheinlich neben den Kamera und dem Feldstecher!

In Kenia angekommen
merke ich, dass das Samsung 4S – ein Geschenk von Peter, das er mir
ganz stolz aus Korea mitbebracht hat – einfach nicht mehr richtig
lädt, d.h. es lässt sich aufladen aber der Akku ist sofort wieder
leer. Ich habe zwar noch einen Ersatz-Akku in Nairobi aber der hat es
dann nicht nach Kilifi geschafft. Während meinen Ausflügen nach
Ganze ist ja Elektrizität immer ein grosses Problem aber
erstaunlicherweise hat Peter immer noch den Auto-Adapter, den ich das
letzte Mal gekauft habe. Also stecke ich mein Telefon ein – aber
leider tut sich da gar nichts. Ich schlage mich dann fast den ganzen
Tag mit SMS-Schreiben von meinem Schweizer-Telefon rum, was aber
irgendwie mühsam ist und alle Nummern sind natürlich nur auf dem
Kenia Samsung gespeichert und so muss ich versuchen, die Nummern von
Fahren, Peter und Bodyguard zu erfahren. Ich starte mal noch den
Versuch, es mit meinem eigenen Kabel zu versuchen und es
funktioniert. Am nächsten Tag bin ich mit einem anderen Auto
unterwegs: Eric ist der junge Fahrer und Christine ist mit dabei.
Habt ihr ein Ladegerät im Auto? Bei Joshua wäre es klar gewesen: er
hat mindestens 3 Varianten – aber diese beiden leider nicht… Am
Abend in Kilifi kaufe ich beiden einen Adapter und sage, dass ein
Fahrer so etwas einfach braucht und es zur Standardausrüstung gehört
und bei Christine sage ich, dass jedes Pro Ganze Mitglied so etwas
braucht.

Am nächsten Tag
freue ich mich schon drauf, mein Telefon laden zu können aber
dummerweise haben beide das Teil zuhause vergessen… gggrrrhhhh. Ich
habe mich wohl nicht klar genug ausgedrückt.

Dann bin ich auf
Kriegsfuss mit Tumblr. Meistens habe ich meine Fotos auf dem
Schweizer Handy (beste Kamera) aber auf der Tumblr App kann ich
keine Fotos einfügen, d.h. der Blog ist dann immer ohne Bilder. Das
ist soweit ok für die Leute, die im FB auf Tumblr klicken, aber alle
anderen die ihre Gutenachtgeschichte zuhause lesen ist es halt schon
etwas eintönig. Mein langhaariger Raiffeisen-Freund ist ja momentan
auch grad im Afrika unterwegs und seine Geschichten sind einfach auch
spannend weil es Fotos dabei hat. Zudem kann ich mein Schweizer Handy
ja nur brauchen wenn ich WLAN habe. Und WLAN habe ich momentan nur
gerade im Hotel, denn mein Modem wir von dem besagten Moses
verwendet, der damit die Computerschulungen beginnen wollte… Mit
dem kenianischen Handy habe ich „Bundles“ gekauft und könnte
auch von unterwegs Bilder und Blogeinträge hochladen, aber eben: die
Fotos muss ich mir ja dann zuerst via Mail schicken – funktioniert
also schlecht. Wenn ich irgendwann mal im Hotel bin (ist nicht gerade
oft der Fall) versuche ich das Ganze auf dem Laptop zu machen. Aber
im Internet ist Tumblr noch viel langsamer und ich checke echt nicht,
wann ich das Ganze dann auf FB hochgeladen habe – ich muss immer
wieder checken ob es funktioniert hat. Am Anfang habe ich somit die
gleichen Beiträge mehrfach publiziert was sicher auch wieder
verwirrend ist.

Also: sorry liebe
Blogleserinnen und -leser… I try my best aber die Umstände sind
schwierig. Aber vielleicht muss ich mal noch andere Blogs
ausprobieren nebst Tumblr. War mir nämlich auch nie klar ist, das
ist, wie es für die Leser aussieht: welches Bild sehen die jetzt
ganz genau. Was ich auch gerne hätte, das ist sozusagen eine
separate Seite, wo ich gewisse Begriffe und Personen erklären
könnte, damit auch neue Blogleser den Faden und Einstieg leicht
finden und ich nicht immer wieder dsaselbe erklären muss. Tipps sind
also sehr willkommen.

Zur Webseite sage
ich jetzt lieber nicht allzu viel aber die macht mir auch noch
Kopfweh. Es ist einfach zu kompliziert, die Wesite mit Joumla zu
updaten und wir haben uns jetzt für Clubdesk entschieden – eine
Software für Vereine von unserer Grösse die man bei Raiffeisen
günstig erwerben kann und mit der man auch eine Website selber
gestalten kann. Aber über diese Veränderung berichte ich dann, wenn
sie passiert ist

Aber irgendwie habe
ich es auch dieses Mal wieder geschafft, alle Interessierten an
meinem „Leben mit einem Member of Parliament“ teilhaben zu lassen
und ich freue mich immer sehr über Kommentare, damit ich auch weiss,
dass der Blog gelesen wird. Bei den FB Freunden ist es einfach aber von den anderen erhalte ich erst ein Feedback wenn ich etwas erzähle und sie mir sage: ja das weiss ich schon, ich lese ja deinen Blog! Ich fände gerade den Austausch über den Inhalt manchmal auch noch spannend.

Unser Abflugtag ist
also nahe und Peter hat entschieden, dass Salim mit dem Auto nach
Nairobi kommen soll, da er so viel zu erledigen hat und sich somit
auch die Taxikosten sparen kann. Ich habe dann plötzlich noch die
Spontanidee, dass er auch unsere Koffer transportieren könne, denn
bei Fly 540 (eine kenianische Fluggesellschaft) muss man für jedes
Gepäckstück CHF 50 zahlen. Das ist ja gut und recht aber wenn der
Flug CHF 68 kostet macht dieser Betrag einfach keinen Sinn und den
können wir uns ja sparen. Also packen wir spätabends noch das ganze
Gepäck und lassen es zur Reception bringen, wo es Salim dann um
05.00 Uhr abholen wird. Da vor allem auch die Flüssigkeiten mit
müssen gilt es gut zu überlegen, was wir für die morgendliche
Dusche noch brauchen werden. Ich frage ein paar Mal nach: hast du
alles, was du morgen brauchst? Aber ja, ich habe an alles gedacht
sagt mein MP…

Am Morgen stellt
sich dann heraus, dass zwei essentielle Dinge bereits auf dem Weg
nach Nairobi sind. Die Socken und ja: die Unterhosen von meinem
Göttergatten… Bis nach dem Frühstück muss er mit diesem Zustand
leben und dann wird er „erlöst“ von einem gröhlenden Joshua,
der in Peter’s Haus in Kilifi die fehlenden Teile geholt hat und
gleichzeitig dort etwas deponiert hat

Wir sind früh in
Malindi (es ist viel einfacher von dort aus zu fliegen als vom
verstopften Mombasa aus) und dort stellt sich heraus, dass diese
„etwas“ eben etwas zu viel war, denn er hat auch die Tasche mit
dem Laptop und allen elektronischen Gadgets: sämtliche Ladegeräte,
die Steckerleiste, der iPad, wichtige Dokumente etc. dort abgeladen:
Sorry, that was a misunderstanding. Es sind noch 50 Minuten bis zum
Abflug und ich krieg fast die Krise: 3 Tage Nairobi ohne Elektronik,
ohne Laptop – Hilfe! Ich will ja auch noch einen Vorschlag für die
Zusammenarbeit mit dem Saidia College schreiben, einige Mails machen,
ein paar Dinge nachschauen, endlich den Farewell Speech von Obama
hören etc. etc.

Aber no worries:
mein lieber Peter sagt, dass man solche Dinge für 5 – 10 Franken
mit dem Bus nach Nairobi schicken könne. MIT DEM BUS NACH NAIROBI?
VON KILIFI??? Das kann ich mir jetzt gar nicht vorstellen aber Peter
meint dann nur noch, dass er das schon mehrfach gemacht habe (das
kann ich mir allerdings wieder gut vorstellen). Ok, ich bin gespannt
– gleich bei unserer Ankunft in Nairobi erhalten wir schon die
Bestätigung, dass die Ware unterwegs ist…

Ja wie schreibe ich
denn diese Zeilen, wenn ich ja gar keine Gadgets mehr habe? Mir kam
noch in den Sinn, dass wir ja den Laptop von Pro Ganze noch im Kasten
verstekct haben. Also starte ich den Lenovo auf – das Kabel sieht
kriminell aus – aber ich erinnere mich sogar noch an das Passwort
und starte die Kiste auf. Ich bin ganz happy, dass ich nicht
laptoplos sein muss für die nächsten Tage und mache mich daran, den
Obama Speech zu suchen. Aber was ist denn jetzt los: das Teil fährt
einfach plötzlich runter , obwohl die Batterie zu 100% geladen ist.
Das Ladesymbol flickert auch ganz komisch und der Screen ist einfach
schwarz… Es braucht mindestens 10 Anläufe, bis ich den ganzen
Speech unter Tränen (nicht wegen des Laptops aber wegen der
Emotionen) und das letzte Interview gesehen habe. Da muss ich wohl
noch Onkel Peter einschalten um zu schauen, was diesem Compi fehlt…

Dafür hilft mir der
Laptop auch noch dabei endlich auf der Jura-Kaffeemaschine meinen
ersten Cappuccino zu machen. Ohne Youtube hätte ich wirklich nicht
genau herausgefunden, wie es geht, denn ich musste ein kleines
Teilchen entfernen und das war nicht erklärt. Also nach all dem
nervigen Rauf- und runterfahren sitze ich jetzt hier, mache Maniküre
und Pediküre und schlürfe meinen Cappuccino – das wird nicht der
letzte sein!

4 Stunden später…

Nachdem ich das
geschriebe habe kommt doch tatsächlich dieses Paket an. Für KES
1000 (CHF 10) wurde die Laptop Tasche mit dem Bus von Kilifi nach
Nairobi geliefert und kam fein säuberlich an!!! So etwas preiswertes
kenne ich nicht einmal in der Schweiz. Gott sei Dank habe ich nicht
gewettet, denn ich hätte es wirklich nie für möglich gehalten.
Kenia überrascht immer wieder.

PS: und wenn jetzt das letzte Bild immer noch umgekehrt erscheint und wenn die Abstände zwischen den Abständen zu gross sind: ich gebe nach ca. 1 Stunde, die es gedauert hat um diesen Blogeintrag zu machen einfach auf…

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