April 8, 2017 Olivia Bossart bzw Bosshahatt auf der Ehrentafel

Ganz ehrlich gesagt hätte es Olivia und mich auch nicht erstaunt wenn die Einweihung der Schule um 1 Woche verschoben worden wäre. Es gibt aber Anzeichen, dass es wirklich am Samstag passiert. Peter hat 2 Kühe via Mpesa (quasi das paymit von Kenia) gekauft und alle sind schon ziemlich nervös als wir bei Joyce, dem Guesthouse von Olivia, ankommen. Jemand sagt mir sogar, dass die Schule einen Boden habe und gestrichen sei…
Zuerst feiern wir aber Wiedersehen mit den bekannten Gesichtern. Die Willkommensfreude ist ehrlich und herzlich. Joyce, eine Einheimische,die selber eine Beiz in Balsthal geführt hat und grad für uns mit herunterhängen Haarteilen den Coiffeurbesuch unterbricht braucht nicht lange um uns zum Nachtessen zu überreden. Sie macht uns Kokosreis und fantastischen Fisch und wir tauschen unsere Geschichten aus und fallen dann aufgeheizt und müde in unsere Swahili Betten.
Am Samstag verzögert sich die Wegfahrt wesentlich. Das Warum ist schwierig zu erklären: warten auf Geld, das jemand noch bezahlen muss, Tank füllen, Wasser holen (entpuppt sich später noch als Missverständnis da ich nur für alle im Auto einkaufte und Peter meinte es sei für die ganze Eröffnungsfeier… kleiner Unterschied von mehreren Hundert Flaschen…) auf die Bank gehen und uns wegen des schlechten Wechselkurses dagegen entscheiden…

Gegen Mittag sind wir aber ohne Umweg endlich in Mbonga und die Riesenfeier dauert “nur” 5 Stunden… die Kindervorführungen sind zuckersüss und wir shaken unsere Hintern was das Zeugs hält…es folgen Darbietungen mit allen möglichen protagonisten wie heiseren Vorsingern, zahnlosen Tänzerinnen und unglaublichen Enthusiasten. Wir kriegen dann die Ehre das Band der Schule zu durchschneiden und alle Klassenzimmer zu besichtigen. Es wird eine Tafel enthüllt und wird sind gar nicht erstaunt dass der Name von Olivia Bosshart falsch d.h. ohne H geschrieben ist (sie meint das H haben sie wahrscheinlich für Hope/Hoffnung behalten). Aber als wir dann im Programm sehen, dass sie als Olivia Bossashatt in die Geschichte eingehen wird kriegen wir einen Lachkrampf während einem seriösen Speech. Wir sind sehr glücklich für das was wir mit Pro Ganze und der Hilfe von Bekannten und Fastnichtbekannten erreicht habe: das Umfeld für über 500 Schüler so zu gestalten das das Lernen vereinfacht wird oder sogar Freude machen kann!!! Wir müssen alle noch unsere Reden halten und Olivia meint, dass Peter ein Problem hätte, wenn ich auch kandidieren würde da ich immer die richtigen Worte finde für die Leute. Eines meiner 5 Lebensziele (the big 5) ist es einmal einen ganzen Speech in Swahili zu halten. Ich bin zwar noch weit davon entfernt aber ein paar Brocken kann ich sogar in der lokalen Giriama Sprache einflechten… wir geben noch Interviews für die Presse aber als es ums Bezahlen der Journalisten geht bleibe ich hart. Ich sage zu ihnen, dass ich nicht dafür bezahle, dass unsere Geschichte NICHT erscheint, so wie es schon oft passiert ist… da habe ich meine Linie!!!

Zurück im Hotel gönnen wir uns den obligaten Gin&Tonic und haben Freude, dass uns zusammen mit den vielen Spendern ein schöner Schritt Entwicklung gelungen ist!!!

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