April 10, 2017: Shopping Mombasa Style

Wir machen am Sonntag eine Tour durch Ganze. Zuerst besuchen wir unangekündigt das Waisenhaus Gosheni, wo Wiesers schon viel gesponsort haben. Die Herde Ziegen gedeiht prima aber die Hühner sehen nicht sehr gesund aus. Wir überzeugen uns, dass viel gemacht wurde. Mit dem fehlenden Regen sind die Wassertanks ein Segen, sie aber mit Frischwasser aus dem Tankwagen zu füllen viel zu teuer. Aber immerhin: auch hier konnten wir viele Leben positiv verändern – ein gutes Gefühl!

In Ganze füllen wir beim lokalen Marktstand einen ganzen Sack voll Gemüse für CHF 2.35 und machen uns auf den Weg nach Bamba. Wir wollen uns kurz die Geräte anschauen, mit denen der NYS (National Youth Service) die Umgebung pflegt. Aus den ersten Regentropfen gibt es einen tropischen Regen sondergleichen. Alle freuen sich riesig und wir nutzen den Unterstand in der Ganze Vocational School, wo über 60 Jugendliche einquartiert sind. Sie fühlen sich geehrt, dass wir vorbeischauen. Eine Konversation ist fast nicht möglich, weil der Regen so hart auf das Blechdach trommelt…
Wir verbringen den restlichen Tag mit einem Besuch und 2 Interviews, die wir für unsere Infoveranstaltung am 17.6. in Arbon planen.
Essen mit den Händen geht schon ganz gut obwohl uns die 2-jährige anschaut mit einem Gesicht, das aussagt: “die zwei Muzungus haben echt keine Ahnung wie man isst…”

Beim abendlichen Drink auf der Terrasse fühlen wir uns schlapp und durchgerüttelt und das Essen macht uns nur noch schläfriger.

Am nächsten Tag lesen wir im Facebook die Hasstiraden auf Peter Shehe und schlussendlich auf uns. Alles was Peter macht versuchen seine Gegner schlecht zu machen und dass wir die Schule erfolgreich eröffnet haben passt ihnen nicht. So posten sie Bilder einer TV Sendung, wo es zwar um Kindergärten geht (in der Verantwortung des County Government und nicht des nationalen Governments) aber das wird doch Schools of shame genannt und alles in einen Topf geworfen. Diejenigen, die schlechte Stimmung machen sind meistens gar nicht aus Ganze sondern werden dafür angestachelt bad News zu verbreiten. Ruhig zu bleiben, wenn sie schreiben, der arrogante MP und seine weisse Frau sollen doch wieder in die Schweiz zurückkehren fällt mir schwer… ich beschränke mich trotzdem auf einen sachlichen Kommentar und schreibe, dass 56 Schulen schon neu gebaut und/oder renoviert wurden und dass sie sich doch selber davon überzeugen sollen…
Ignorieren, positiv denken das funktioniert immer so lange bis es einem wirklich den “Deckel
lupft”. Olivia meint sogar, sie sei manchmal froh kein Internet zu haben damit sie nicht allzu aggressiv zurückschiesst. Wir bleiben dabei: Taten sagen mehr als Worte und setzen unsere Projekte fort…

Also gehen wir nach Mombasa und kaufen Schuhe für das Team, das sich in Shakahola so angestrengt hat, die besten aus dem Subcounty in Kilifi zu sein.

Von Raiffeisen kommen alte Shirts dazu, die auf der Entsorgungsliste waren und ich bin sicher, das gibt wieder eine spannende Übergabe!!!

Dann auch noch in den engen Gassen von Mombasa Kangas für die Infoveranstaltung und Haarprodukte sowie Massai-Sandalen für die Familienmitglieder in der Schweiz suchen. Aber auch nach 1 ½ Std. bei Safaricom warten gibt es noch keine SIM Karte für Olivia’s Handy. Sie braucht aber eine, denn wenn man sie 6 Monate nicht benutzt wird die Nummer weitergegeben…
Dank der SIM Karte komme ich in den Genuss der ersten Fahrt mit einem Piki-Piki (Töfftaxi). Wenn das mein Peter wüsste!!! Aber nachdem uns vorgeworfen wurde, dass wir das Government Auto als Touristenvehikel missbrauchen mussten wir einen Kontrapunkt setzen!
Während wir auf meinen Mann warten planen wir die weitere Woche und den Aufbau eine Pro Ganze College. Unsere Fantasie ist gross – jetzt muss einfach das Budget noch ebenso sein!

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