August 7, 2017 Donkey car

Was für wunderbare Überraschungen darf ich erleben. Eine Spezialität von Kenia ist, dass man seine Stimme irgendwo abgeben kann, d.h. auch wenn man in Nairobi wohnt kann man in Ganze wählen. Allerdings muss man dafür vorher an den Ort reisen um sich registrieren zu lassen. Dass der Personal Assistant von Peter das gemacht hat finde ich schon recht aussergewöhnlich! Aber dass selbst unsere Putzfrau von Nairobi (Blogleser erinnern sich: meine “Rattenheldin”) das gemacht hat ist eine unglaubliche Ehre! Hier steht sie also: Linet – die Wahnsinnsfrau, die mich immer wieder zu Tränen rührt! Wir verbringen den Morgen mit Mahamri essen und Tee trinken und warten auf den Fahrer Joshua, der wie alle Wahlhelfer in den letzten Wochen kaum ein Auge zugemacht hat! Er ist gemäss Ishmael zwar im Zimmer aber er bewegt sich keinen Centimeter…
Da wir einen Grosseinkaufsauftrag vom Honorable erhalten haben machen wir gegen 11h einen erfolgreichen Weckversuch. Bald sind wir für unser Abenteuer bereit! Mombasa ist fast ausgestorben – im Nakumatt sind die Gesteller leer und es lässt sich nicht einmal ein Duschgel finden! Einige Stunden später sieht unser Auto aus wie ein Donkey-car! 5 Matratzen, 50 Plastikstühle (auf denen ich normalerweise bei den Veranstaltungen im eigenen Saft braten muss), 100 Plastikteller, 50 Plastiikbecher (beide für den Wiedergebrauch) und einen Spiegel transportieren wir auf einer halsbrecherischen Fahrt retour nach Kilifi. Wir lachen sehr viel den ganzen Tag und gönnen uns auch noch ein Stück Ziege mit Pommes da man hier nie weiss wann es zum nächsten Mal etwas zu essen gibt…

Wir hören uns auf der Fahrt noch den schönen Speech des Präsidenten an. Sehr bescheiden und mit ruhiger Stimme ruft er zu friedlichen Wahlen auf bei denen man sich mit dem Nachbarn versteht auch wenn er anders stimmt.

In Marere hat es kein Wasser und ich entscheide mich für dreckiges Schlafen… Aber ich habe die Rechnung ohne Mama Rehema gemacht. Sie ist die gute Fee und bringt mich zur Waschprozedur, die mir Peter am Morgen gelehrt hat. Mit warmem Wasser ist es luxuriöser als im Hotel. Draussen sind alle angepilgert. Sie können vor Nervosität nicht schlafen und machen die letzten Strategien. Marere Community Center ist noch voller Leben während ich ein paar Stunden wegdöse. .. lala salama

Teilen

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert