Wir haben das Beste draus gemacht

Logisch, eine Woche war viel zu wenig in Nairobi – aber ich habe ja in der Schweiz auch noch so viel vor: meine Teilzeitselbständigkeit aufgleisen und Abklärungen machen, ob ich jetzt wirklich dieses Buch schreiben kann,das ich schon so lange plane! Die Idee gedeiht und Ideen habe ich tonnenweise. Über Ängste und Unsicherheiten werde ich hinwegkommen – dank so vielen guten Freundinnen und Freunden, die mich begleiten werden. Mein Netzwerk wird einmal mehr aktiv zum Tragen kommen.

Zuerst planen wir jetzt aber zusammen, wie unsere Zukunft aussehen wird. Ich bin beeindruckt von Peter’s Fähigkeit zu reflektieren – das passiert wahrscheinlich, wenn Mann einfach mal Zeit hat zu studieren, wenn Mann einfach alleine zuhause hockt, ohne Geld, ohne offensichtliche Perspektive, weg von seinen Liebsten und einfach nur Zeit mit sich selbst. Und jetzt hat er sogar Zeit für mich: keine Telefonanrufe mehr (höchstens von seinen Söhnen, die ihn auch regelmässig telefonisch “betreuen”) und keine Ablenkung. Und so haben wir Zeit zu reden, zu reden und zu reden. 

Ich bin sehr glücklich darüber, dass er von sich aus sieht, dass es nichts bringt, wenn er in die Schweiz kommt, dort rumhängt, mir noch quasi “zur Last” wird was dann sogar den Schluss unserer Beziehung bedeuten könnte. Lieber konzentriert er sich jetzt darauf, dass die Ideen mit dem Bauen weitergehen und dass er sein Netzwerk nutzt und dem Präsidenten sowie dem Vize auf die Pelle rückt. Sie sollen ihr Versprechen einhalten und ihm einen anständigen Job geben in der Regierung, denn er hat es definitiv verdient. So viel Elan wie er in Ganze an den Tag gelegt hat, so viele Hürden, mit denen er gekämpft hat und dabei immer noch extrem positiv geblieben ist.

Ich geniesse es, die volle Aufmerksamkeit zu haben und für einmal ganz im Mittelpunkt unserer Beziehung zu sein. Ein bisschen entschädigt es für die brutal schwierigen Zeiten, die wir überwunden haben (oder die ich ausgehalten habe). Es ist ja nicht so, dass ich dafür nichts erhalten hätte. Es war wirklich ein grosses Abenteuer seit der Begegnungn im Tchibo 2011… aber darüber dann mehr im Buch…

Unsere Gespräche geben mir die Zuversicht, dass wir eine Zukunft haben: ich sehe unsere ursprüngliche Idee – ein Leben zwischen Kenia und der Schweiz zu verbringen wieder viel plastischer.

Jetzt aber zurück in die Schweiz und all die Ideen umsetzen. Ich vertreibe den Kloss im Hals am Flughafen (ihr wisst: ich hasse Abschiede) und wir winken uns wie vor 6 Jahren hundert Mal, bis wir einander nicht mehr sehen. Ein Mann aus Südafrika hinter mir meint: “oh it is so beautiful to see that people in love still exist” – wahrscheinlich meinte er “in diesem Alter” aber er war sichtlich berührt und somit war ich es natürlich auch und ich gehe nicht traurig aber sehr sehr erfüllt zurück in die Schweiz. Danke an alle fleissigen Blog-Leserinnen und -Leser. Ich freue mich, wenn ich euch unterhalten habe und ich bin sicher, ich werde alle von euch an meiner Buch-Vernissage begrüssen dürfen!

In der Zwischenzeit erstelle ich aus diesem Blog ein PDF und werde es euch “verkaufen” – als Anschub-Finanzierung von meinem Buchprojekt.

Du kannst es bestellen bei barbara.fuhrer@bluewin.ch und dann einen Betrag von min. CHF 10.– auf mein Konto überweisen: Raiffeisenbank Regio Arbon IBAN CH14 8130 7000 0071 4737 3 

Barbara Fuhrer | Im Stadtwald 3 | 9400 Rorschach 

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