Jan 09, 2020: Der Weg zur Erholung – ein 4-Jahresprojekt

Als ich noch im alten Haus in Arbon wohnte ging ich oft auf Shopping-Tour. Etwas, das ich heute kaum mehr mache. Heute gehe ich gezielt etwas Einkaufen oder ich shoppe Online. In der Schweiz habe ich ja auch schon alles… Damals habe ich im Ausverkauf bei Möbel Pfister eine tolle Hängematte und 4 grosse Sitzkissen zu einem Spottpreis gekauft für meinen Garten. Das Gestell für die Hängematte war aber alt und ich musste es entsorgen und dann kam der Entscheid, dass ich mein Haus verkaufen werde. Die Hängematte fand ich aber so schön, dass ich sie mitzügelte nach Rorschach mit dem Hintergedanken, dass ich die mal in Kenia brauchen könnte. Ich stellte mir damals vor, dass ich sie vielleicht in Marere einmal brauchen könnte und bei einem schönen Lüftchen zwischen den Bäumen hängen würde und mich wunderbar ausruhen könnte. Die Kissen und die Hängematte waren aber so sperrig, dass sie lange den Weg nach Kenia nicht finden konnten. Einmal schaffte es dann ein Kissen und die Hängematte ins Gepäck und wurde in Nairobi zwischengelagert. Damals war Marere noch kein Erholungsort. Wir hatten weder Dusche noch WC und erst recht keinen Kühlschrank, in dem Getränke aufbewahrt werden konnten. Wir gingen dort nur für Kurzbesuche hin.

Mit einem Palette aus Deutschland und einem Fahrer, der noch Platz hatte ist es mir dann aber doch noch gelungen alles nach Marere zu bringen. Aber ich erhalte noch keine Unterstützung für mein Hängmatten-Projekt. Es sieht wohl niemand – ausser mir – den Grund dafür, so etwas zu montieren. Jetzt wo alles wohnlicher ist und ich mich definitiv ab und zu erholen muss mache ich einen neuen Anlauf. Ich habe zwei Bäume gesichtet, zwischen welchen es sich bestimmt gut hängen lässt. Mein Mann, dem ich mit all den anstrengenden Geschichten inzwischen etwas leid tue, schickt jemanden ins Käffli um starke Stricke zu besorgen und bald darf ich probeliegen. Ja: genau so habe ich mir das vorgestellt: im lauen (hahaha…) Lüftchen zu wiegen, ein gutes Buch zu lesen und einfach ein bisschen zu hängen.

Ich bin gerade an einem schwierigen Thema beim aktuellen Buch “Grow a new body” von Alberto Villoldo. Sehr spannend aber ich bin jetzt in der Hälfte und was ich da alles an Zusatzmitteln einnehmen sollte stimmt mich jetzt schon etwas skeptisch. Aber ich lese es zu Ende und entscheide dann. Mir kommt dann plötzlich in den Sinn, dass ich ja noch für eine Serie von Hay House eingeschrieben bin. Sie stellen eine Serie von Wayne Dyer, den ich sehr mag auch wenn er nicht mehr von dieser Welt ist, mit dem Titel “Manifest your Soul’s Power” zur Verfügung aber jeder Teil ist nur 1 Tag online. Ich höre die ganze Sendung an und bin zu Tränen gerührt wie einfach er es in seinem Mantra für die Meditation in Worte fasst: be still & know that I am God. Und für mich ist klar: du darfst das Wort Gott gerne mit dem ersetzen, woran du glaubst: dein Höheres Selbst, die Göttin – ich bin weder auf einen Namen, eine Religion noch auf Gender fixiert…

Mit dieser Meditation schwappe ich dann in einen wunderschönen Schlaf über. Ich finde Hängematten-Schlaf einfach traumhaft: ich habe das schon immer geliebt. Was ich aber noch nie mochte ist, wenn man mich erschreckt.

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Peter muss noch kurz weg (seine 20 Minuten…) und ich geniesse gerade die herrliche Ruhe (das Quietschen des Holz-Trotinetts von der kleinen Mbuche kann ich sogar ausblenden) die hier herrscht.

Plötzlich spüre ich ein Schubsen von hinten: ich schaue mich zuerst um, ob eine Kuh ausgebüxt ist. Dann kommt mir auch noch eine Ziege in den Sinn, die vielleicht neugierig ist oder ein streunender Hund, der manchmal zu Besuch kommt. Ich frage nach: who is it? aber niemand reagiert und ich halte schon mal vorsichtshalber ein Bein in Richtung Boden um einfacher abspringen zu können. Plötzlich hält unsere Haushilfe Mbuche es nicht mehr aus und sie kommt prustend hervor. Sie konnte nicht widerstehen und musste mich einfach etwas erschrecken. Ich lasse ihr diese Freude, schliesslich habe ich sie nicht hängen lassen!!!

Der wunderbare Vortrag über das Helfen und das Miteinander: der Schlüssel zu Frieden, die Meditation und das Akzeptieren von allem, was ich nicht aktiv verändern kann lassen mich einen wunderschönen Abend geniessen. I am still & know that I am God! Wow!!!

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